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Alles über's Reisen

Hin und wieder zurück: Inselträume und Regenwaldeisenbahnen entlang der Ostküste

Aktualisiert: 30. Sept. 2018

Sydney - Cairns


23. Juli 2018 - 16. August 2018



Sydney: Paramatta, Manly, dritter und letzter Besuch aus der Heimat


Es war Sonntag. Und sonntags liegt das Limit für öffentliche Verkehrsmittel in Sydney $2,70 – Also entschieden wir uns dafür, den ganzen Tag vor allem mit der Fähre und etwas mit dem Zug durch die Gegend zu fahren. Unsere Gastgeberin im B&B hatte uns schon bevor wir von diesem Wochenend-Schnäppchen erfuhren, erzählt, dass die Fähr-Fahrt nach Parramatta doch ganz reizend sein solle.

Ohne die Bürde der generell eher teuren Fähr-Tickets machten wir uns also an besagtem Sonntagmorgen erneut auf zum Circular Quay, um von dort aus in die F3 zu steigen, und eine Stunde lang den Port Jackson entlang zu schippern. Erst das zweite Mal fuhren wir in der Stadt Fähre, und das erste Mal in Richtung Westen, also unter der Harbour Bridge hindurch. Wir sahen die Brücke schon aus allen erdenklichen Winkeln – vom Circular Quay, vom Opera House, von der anderen Seite vom Milsons Point, auf der Fahrt zum Taronga Zoo auch schon vom Wasser – aber jetzt unter ihr hindurch zu fahren verdeutlichte uns erneut die Ausmaße der Konstruktion.

Als wir die Brücke hinter uns ließen, luden wir zunächst ein paar weitere Fahrgäste im „Darling Harbour“ ein, nach dem Circular Quay wohl der zweitbekanntesten Bucht Sydneys. Von hier sahen wir die Skyline von Sydney von allen Perspektiven wohl am deutlichsten, zumindest, wenn man die Menge der Hochhäuser in Betracht nimmt, die wir erkennen konnten. Der Blick von der Oper ist wohl der typischste Anblick, dort entblößen sich aber nur ein Bruchteil aller Häuser, da sich die Innenstadt vor allem nach Süden weiterzieht. Hier am Darling Harbour, vor allem vom Wasser, breitete sich die Skyline weit von links nach rechts aus, ein wahrhaft imposanter Anblick.


Gut wohnen kann man in Sydney: Zum Beispiel direkt am Port Jackson mit eigenem Segelboot
Gut wohnen kann man in Sydney: Zum Beispiel direkt am Port Jackson mit eigenem Segelboot

Von nun an hielten wir alle fünf bis fünfzehn Minuten an verschiedensten Vororten Sydneys, mal am Süd- und mal am Nordrand des Hafens, der sich spürbar weiter verengt, je weiter wir nach Osten kommen. Es war einfach schön entspannend, hier auf dem Schiff zu sitzen und die meist noblen Straßenzüge mit ihren Villen mit Wasserblick an uns vorbeiziehen zu sehen. Erst nach etwa sechs Kilometern passierten wir die nächste Brücke, was uns die Wichtigkeit der Harbour Bridge als Verbindung von Nord nach Süd verdeutlichte. Eine halbe Stunde vor der Ankunft in Parramatta war von dem majestätischen Port Jackson nicht mehr viel zu sehen, nun befanden wir uns auf dem von beiden Seiten mit Mangroven bewachsenen Parramatta River wieder. Beim Aussteigen merkten wir sofort, wie viel kühler es hier im Inland war und liefen dementsprechend gerne auf der sonnigen Straßenseite der „Innenstadt“, auf der Suche nach etwas zum Mittagessen.

Zurück nahmen wir den Zug, um Zeit zu sparen. Denn um den Sonntag so viel wie möglich zu nutzen, wollten wir auch noch per Direktfähre zum bekannten Vorort „Manly“ mit seinem feinen Sandstrand fahren. Hier wurde der Hafen im Gegensatz zu unserer vorherigen Richtung immer breiter, die ersten Wellen vom Meer schwappten herein, als wir die Öffnung zum offenen Ozean nach rechts hinaus zu Gesicht bekamen. Sobald wir die Fähre verließen stolperten wir in eine riesige Menschentraube hinein, gemischt aus Leuten aus der Fähre und sonstigen Passanten, durch die wir uns langsam quetschen mussten. Wir nahmen eine leere Seitenstraße Richtung Strand und gelangten so relativ entspannt dort an. Hier jedoch vereinten wir uns wieder mit der halben Bevölkerung Sydneys, mit der wir zusammen ein wenig die Marine Parade entlangspazierten. Nach vielleicht einem halben Kilometer hatten wir aber keine Lust mehr auf das Gedränge und nahmen die Fähre zurück in die Innenstadt. Aber: Wir haben den Niedrig-Preis genutzt!


Dort, wo sich der Port Jackson schon deutlich verengt hat man immernoch einen wunderbaren Blick auf die Skyline der Stadt
Dort, wo sich der Port Jackson schon deutlich verengt hat man immernoch einen wunderbaren Blick auf die Skyline der Stadt

Zwei Tage später riss uns der Wecker um kurz vor 5 morgens aus dem Tiefschlaf, bei gefühlten Temperaturen um den Gefrierpunkt der uninsolierten australischen Häusern frühstücken wir hektisch, dick eingepackt und direkt vor einer kleinen Standheizung sitzend. Noch bei Dunkelheit ging es hinaus zur Newtown Station, umsteigen in der Central Station, mit einem weiteren Zug nach Süden und von da aus noch ein paar Minuten mit dem Bus. Am internationalen Flughafenterminal von Sydney angekommen (und die teuren Gebühren für das benutzen der Metro-Station vermieden) begeben wir uns in den Ankunftsbereich. An diesem Tag besuchten uns auch meine Familie – also Eltern und jüngere Schwerster – für drei Wochen würden sie uns auf dem Weg nach Cairns nach Norden begleiten. Erst gegen halb sieben tauchten die bekannten Gesichter im Gang auf, man freute sich, man umarmte sich, und auf ging’s nach Woolloomooloo, dem Stadtteil, in dem sich das Hotel von meiner Familie befand.

Auch wir besuchten natürlich noch am selben Tag die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt am Hafen, gingen schön essen und liefen viel herum. Direkt nach dem Mittagessen machte sich der Jetlag und die zwei quasi nicht existenten Nächte der Flugreisenden dann doch bemerkbar und wir verabschiedeten uns für den Tag.

Im Folgenden hatten wir noch einen zweiten, sehr netten Tag in Sydney, der sowohl für unsere neugewonnenen Anhängsel als auch für uns tatsächlich den letzten Tag in der bekanntesten Metropole Australiens darstellte. Die nächsten Tage fuhren wir gemeinsam die Ostküste hinauf, campten zusammen auf netten Campingplätzen entlang des Weges, wir im Auto, meine Eltern im unser Erachtens gigantischen Wohnmobil neben uns. So verbrachten wir täglich mehrere Stunden auf der Straße, um langsam in wärmere Gefilde zu kommen, fanden aber stets eine nette Ortschaft und einen guten Campingplatz für die Nacht, um dort zu entspannen. Das erste richtige Ziel war für uns erneut Byron Bay, was uns erneut bei blaustem Himmel uns angenehm warmen Temperaturen empfing. Auch Brisbane zeigte sich uns bei einem Tagesausflug nur von seiner besten Seite, vor allem meiner Schwester gefiel sie wohl echt gut.


Fraser Island


Auch wir kamen bei der erneuten Bereisung der Ostküste auf unsere Kosten, somit wurden wir auf eine Ganztagestour auf die größte Sandinsel der Welt eingeladen. Vom langgezogenen Hafenort „Hervey Bay“, den wir nur einmal flüchtig auf der Runterreise besichtigt hatten, wurden wir früh morgens mit einem Bus zum 20 Kilometer entfernten River Heads gekarrt, von wo aus wir zu Fuß auf die Fraser Barge zur Sandinsel übersetzten. Da beim Zeitpunkt unseres Aufenthalts generell Niedrigwasser herrschte, legten wir am „Kingfisher Bay Resort“ etwas weiter nördlich als der eigentliche Anleger an.


Ein wilder Dingo am Strand von Fraser Island, nur unweit des Anlegestegs der Fähre
Ein wilder Dingo am Strand von Fraser Island, nur unweit des Anlegestegs der Fähre

Sobald wir die ersten Schritte auf dem Steg in Richtung Inselfestland taten, erspähten wir einen wilden Dingo am Strand, der zwischen dort liegenden Baumstämmen umherlief. Fraser Island ist bekannt für diese Wildhunde, die hier in Vielzahl leben, überhaupt einen zu sehen, und dann jetzt schon direkt am Anfang, war schon sehr großes Glück. Ein paar hundert Meter weiter traten wir auf Asphaltboden, hier im Resortbereich wurden die Straßen noch mühsam befestigt, und hinein in einen allradbetriebenen Bus – natürlich aus Deutschland. Unser Fahrer stellte sich als Peter vor und fing schon jetzt an, viel zu erzählen, über sich, über Sicherheitsvorschriften und allgemeines über die Insel. Kurz nach dem Losfahren verließen wir die Asphaltstraßen und es rumpelte ganz schön, die rauen Sandpisten hatten uns eingeholt. Spätestens hier waren wir total froh, nicht mit dem eigenen, obwohl Allrad – Auto hierher gefahren zu sein:

Einspurige Sandpisten mit teilweise gewaltigen Steigungen und tiefeingefahrenen Spurrillen, nur alle paar hundert Meter ein Ausweichplatz

All das bestätigte unsere Entscheidung, hier eine Tour zu buchen. Somit konnten wir uns wunderbar entspannen, während wir auf den Sitzen durchgeschüttelt wurden und in den Regenwald nach draußen schauten.

Der erste Stopp war der „Lake McKenzie“, ein ausschließlich aus Regenwasser gespeister Süßwassersee einige Kilometer im Inselinneren. Er ist für seinen absolut weißen Sand und tiefblaues Wasser berühmt und hier wurden wir gleich morgens zum Beginn aus dem Bus geschmissen. Wir hatten etwas mehr als eine Stunde, um zu schwimmen, am See spazieren zu gehen oder einfach nur am Ufer zu entspannen. Aufgrund noch relativ milder Temperaturen entschieden wir uns für die letzten zwei; trotzdem verging die Zeit wie im Flug und wir befanden uns wieder im Bus. Je weiter wir uns der Mitte der Insel näherten, desto dichter und höher wurden die Bäume, bei der „Central Station“ machten wir den nächsten Stopp. Hier hatte die Holzwirtschaft von ca. 1860 bis 1950 ihr Hauptquartier, riesige Flächen von Bäumen mit für die Verarbeitung nützlichem Holz wurde auf der Insel gerodet und hier zwischengelagert. Es war ein richtiger, kleiner Ort sogar mit einer Schule. Heute ist davon nicht mehr viel zu sehen, nur ein paar Replikate stehen hier noch zur Verdeutlichung der durchaus verschwenderischen Vergangenheit.

Wir hielten hier vor allem aufgrund der majestätisch hohen Bäume und dem nahen, glasklarem „Wanggoolba Creek“, der sich idyllisch durch die Regenwaldlandschaft schlängelt. Ein paar hundert Meter lang führt ein Boardwalk an dem Bach entlang, Eukalyptusbäume, Palmen und riesige Farne säumen die steile Böschung.


Glasklare Süßwasserbäche durchziehen das mit dichtem Regenwald bewachsene Inselinnere
Glasklare Süßwasserbäche durchziehen das mit dichtem Regenwald bewachsene Inselinnere

Gegen Mittag kamen wir auf Ostseite der Insel am dem „Eurong Resort“ an, wo wir es uns bei einem üppigen Buffet schmecken ließen. Von hier aus bretterten wir mit 80 Sachen gen Norden auf dem „75 Mile Beach“ der als offizieller Highway mitsamt Polzeitkontrollen und Höchstgeschwindigkeit ausgeschrieben ist. Immer wieder umfahren wir scheinbar unendlich viele Bäche, die aus dem Inselinneren hier im Meer münden, mal fahren wir ein paar Zentimeter von den Wellen entfernt, Mal befinden wir uns am Ende des Strandes – dabei muss der Busfahrer noch auf den Gegenverkehr aufpassen und unterhält uns quasi ununterbrochen mit Wissenswertem und interessanten Fakten über die Insel. Das Ende der 30 Kilometer Fahrt nach Norden stellt das Wrack der „S. S. Maheno“ dar, welches als Passagierschiff zwischen Neuseeland und Australien zwischen 1905 und 1935 verkehrte. Ein Zyklon 1935 ließ die Maheno an der Ostküste Fraser Islands kentern, seit rostet das Wrack so vor sich hin, es war wohl zu teuer, es zu entfernen. Für die Touristen der Insel eine der größten Attraktionen ist es schon interessant, ein so vergleichsweise altes Schiff von Nahem am Strand zu sehen, es hat schon irgendwie etwas Mystisches und etwas Beunruhigendes, welche Kraft die Natur doch hat.

Als wir uns nur ein paar Minuten auf dem Rückweg befanden, hielten wir erneut und ein Pilot von „Fraser Air“ stellte uns ein günstiges, und damit äußerst verlockendes Angebot von nur $80 pro Person, direkt vom Strand mit einem Propeller-Flugzeug abzuheben, und die größte Sandinsel der Welt auch von oben zu sehen. Da wir von dem Angebot schon vorher gehört haben, hatten wir uns schon im Vorhinein darauf gefreut und sagten zu. Nachdem er nach draußen ging, und mit seinem Kollegen die Situation besprach, kam er wieder hinein und verkündete, dass es technische Probleme an den Maschinen gebe, und daher heute keine mehr starten würde. Na toll, dann halt das nächste Mal!


Whitsunday Islands


Dieses nächste Mal sollte früher kommen, als erwartet, als wir im Internet auf der Suche nach einem Ersatz auf die Idee kamen, die „Whitsunday Islands“ nun doch zu besuchen, waren wir ja schon auf der Runterreise der Ostküste an ihnen vorbeigefahren, und hatten sie aber aufgrund der hohen Preise ausgelassen. Wir hatten uns schon ein Budget zurechtgelegt, vor allem Fiona wollte schon immer mal einen „Scenic Flight“ in einem kleinen Flugzeug erleben, sodass wir nicht lange zögerten und einen Rundflug über die Whitsunday Islands und sogar über das weltberühmte „Great Barrier Reef“ buchten.

Angekommen im „Whitsunday Airport“ kurz hinter Airlie Beach checkten Fiona und ich ein und bekamen unsere roten Boardkarten mit einer Sitzreihennummer. Meine Eltern ließen diesen Programmpunkt aus, wir gaben ihm den Tipp des „Cape Hillsborough National Parks“, den man aus Mackay kommend praktisch anfahren kann, was an dem Tag deren Programm darstellte. Abends wollten wir uns auf einem vorher reservierten Campingplatz in Bowen treffen. Nach etwa eine halben Stunde warten und der obligatorischen Sicherheitseinweisung stiegen wir in das vollbesetzte Propellerflugzeug mit immerhin sechs Reihen auf die hintersten Sitze, von denen wir den besten Blick hatten, da die Flügel am wenigsten im Blick waren.


Die Schattenspiele der dunklen Wolken erzeugen eine mystische Stimmung über den Whitsunday Islands
Die Schattenspiele der dunklen Wolken erzeugen eine mystische Stimmung über den Whitsunday Islands

Wir starteten in Richtung Norden und sahen das türkis- und tiefblaue Meer unter uns nur so vorbeiziehen. Schon bald kamen die ersten Ausläufer der größtenteils ungewohnten Inselgruppe in Sicht, die mit Regenwald bewachsenen Hügel trafen auf feine Sandstrände mit Korallenriffen oftmals kurz hinter der Küstenlinie. Vor allem von hier oben erkannten wir diese natürliche Schönheit, gewannen einen wunderbaren Überblick auf die tropischen Paradieslandschaften.

Die lockeren Wolken am Himmel erzeugten auf den Inseln ein tolles Schattenspiel und tauchten beim Hindurchfliegen die Inselwelt unter uns in einem mystischen Licht. Das Highlight der Inseln war wohl der „Whitehaven Beach“, ein zu 99% aus Quarz bestehender Sandstrand an der Ostseite der großen „Whitsunday Island“, der auch bei den heißesten sommerlichen Temperaturen nicht allzu heiß wird. Von der Luft aber mindestens genauso, wahrscheinlich sogar noch etwas eindrucksvoller war der Fluss, der nördlich des Strands in das Meer mäandert, und mit unglaublichen Farben aufwartet (siehe Titelbild!)

Von hier aus flogen wir wohl etwa zwanzig Minuten über offenen Ozean, als wir plötzlich etwas anderes als blaues Salzwasser unter uns sahen. Gelb-grün-türkis-blaue Farben begrüßten uns, als wir uns über dem Great Barrier Reef befanden. Es stellt die größte zusammenhängende Ansammlung von über 2900 einzelnen Korallenriffen auf der Erde dar.

Wir befinden uns damit zwar nur über einem winzigen Teil dieses Naturwunders, können uns aber jetzt schon von dessen Schönheit nicht sattsehen

Das Heart Reef ist ein besonders markantes Riff im äußeren Great Barrier Reef
Das Heart Reef ist ein besonders markantes Riff im äußeren Great Barrier Reef

Sich vorzustellen, dass Abermillionen von Korallen dieses Farbenspiel erzeugen und wir uns über eine riesigen Fläche von lebenden Organismen befinden, ist trotz des Anblicks schwer. Wir entdecken einen tiefblauen Graben zwischen zwei einzelnen Korallenabschnitten, und fliegen zu allem Überfluss auch noch über das bekannte „Heart Reef“, das wohl einzige spezielle Bild, das wir von dem Great Barrier Reef aus dem Internet kennen. Wir sind froh, diesen Flug gemacht haben, und beschließen, es damit mit dem Riff ruhen zu lassen, und auf keinem überfüllten, teuren Katamaran zum Schnorcheln von Cairns aus nochmal dorthin zu fahren. Nur von hier oben konnten wir die Ausmaße auch nur ansatzweise erahnen und diese Naturschönheit in ihrer Gänze bestaunen.


Port Douglas


Bei unserem ersten Aufenthalt nördlich von Cairns hatten wir uns einen kleinen, relativ preiswerten Campingplatz in Newell Beach ausgesucht – viele andere Abstiegsmöglichkeiten hatten wir damals aufgrund des hohen finanziellen Aufwands ausgeschlossen. Dieses Mal steuerten wir alle zusammen einen von zwei Caravanparks in Port Douglas, wahrscheinlich der Ausgangspunkt für Touren und Individualtouristen in die Daintree-Region, an.

Wir hatten uns für zwei Tage hier einquartiert, ein paar Stunden nach der Ankunft machten wir uns direkt allesamt in Jack auf zum Daintree Nationalpark nördlich des Flusses. Zwar kannten wir die Regenwaldlandschaft bereits, es war aber erneut toll anzusehen und auch nett diese Naturschönheit mit der Familie zusammen bestaunen zu können beziehungsweise diese ihnen zu zeigen.

An unserem ganzen Tag spazierten wir ein wenig durch die wenigen Sträßchen in der Nähe des Zentrums von Port Douglas, aßen etwas Nettes und genossen die Wellen am "Four Mile Beach" vor den Toren des Ortes. Es waren die letzten Stunden für meine Familie in der Natur Australiens, bevor wir zusammen noch mit zwei Tage in Cairns den Urlaub ausklingen lassen wollten.


Cairns: Kuranda Railway


Als letztes Highlight buchten wir noch in Port Douglas eine Tour mit der Kuranda Railway bzw. der Skyrail. Von einem Bahnhof in der Nähe von Cairns stiegen wir in eine museumsreife Eisenbahn mit offenen Fenstern ein und ließen uns etwa eineinhalb Stunden hinauf in die Anfänge des Atherton Tableland nach Kuranda chauffieren. Mit unzähligen Tunneln, Brücken und scharfen Kehren schlängelte sich die ehemalige Bahn Meter für Meter den Berg hoch, man hatte stets einen schönen Blick ins regenwaldüberzogene Tal, konnte die Stadt Cairns und das anliegende Meer erkennen.


Die Kuranda Railway "bahnt" sich ihren kurvenreichen Weg hinauf in die Atherton Tablelands
Die Kuranda Railway "bahnt" sich ihren kurvenreichen Weg hinauf in die Atherton Tablelands

Als wir eine der höchsten Brücken der Strecke überquerten hatte man nach links hinaus einen direkten Blick auf einen imposanten Wasserfall, der quasi unter dem Zug hindurch ins Tal stürzte. Kurz vor unserem Ziel Kuranda hielten wir an den „Barron Falls“, zu denen wir schon bei unserer ersten Reise mit dem Auto gefahren waren. Nun durften wir uns die durchaus beeindruckenden Wasserfälle zusammen mit hunderten anderen Gästen teilen, weswegen zumindest Fiona und ich nur einen kurzen Blick erhaschten und dann wieder zurück in den Zug flohen.

Angekommen in Kuranda hatten wir etwa zwei Stunden Zeit bis wir zurück nach Cairns fahren sollten. Ohne große Vorstellung geschweige denn irgendwelchen Plänen über mögliche Attraktionen in dem Ort liefen wir (wie so oft) erst einmal relativ planlos geradeaus in Richtung „Town Centre“. Auch schon der Bahnhof war erstaunlich niedlich mit diversen Tropenpflanzen geschmückt gewesen, auch überall entlang der kleinen Hauptstraße sahen wir viele unterschiedliche Tropenpflanzen, natürlich alle überdimensional groß.

Uralt erscheinende Bäume säumten die Bürgersteige, süße, vollständig auf Touristen ausgerichtete Souvenirläden wechselten sich mit netten Cafés ab

Hinter einem kleinen Supermarkt gelangten wir zwischen mehrere „Hippie-Läden“, die sich idyllisch aneinander engten, es ging auf schmalen Treppen zwischen Wahrsager-Stuben und kleinen Kleidergeschäften auf und ab.

Den Weg zurück nach Cairns absolvierten wir mit der sogenannten Skyrail, einer siebeneinhalb Kilometer langen Seilbahn über den tropischen Regenwald. In einer Gondel mit Platz für bis zu sechs Personen ließen wir uns für den Weg bergab nieder und genossen das Panorama jenseits der Baumwipfel. In erstaunlich vielen Grün- und teilweise auch leichten Orangetönen präsentierte sich uns der Wald, wir passierten den imposanten „Barron River“ und konnten am „Red Peak“, einer Zwischenstation, aus, um noch einmal zu Fuß einen beispielhaften Regenwaldspaziergang auf 545 Meter über normal Null zu gehen.


Mit der Skylail schwebten wir über den Baumkronen mit Blick auf das Tiefland von Cairns und den Pazifik
Mit der Skylail schwebten wir über den Baumkronen mit Blick auf das Tiefland von Cairns und den Pazifik

Den letzten Programmpunkt der Reise abgeschlossen, trafen Fiona und ich uns mit meiner Familie am internationalen Flughafen von Cairns, um uns gebührig zu verabschieden. Bei blauem Himmel, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen schlenderten wir noch ein wenig durch das mittelgroße Flughafengebäude, um etwas Zeit totzuschlagen. In nur drei Wochen sind wir die Ostküste von Sydney bis jenseits von Cairns hinauf gefahren und haben ohne große Hektik oder allzu viel Fahrerei die wunderbaren Highlights der Strecke sowie noch mehr mitgenommen. Auch Fiona und ich haben noch neue Landschaften und Gegenden kennengelernt – somit war der Trip wohl für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Gegen Mittag machte sich meine Familie auf den Weg zur Sicherheitskontrolle, ein paar Umarmungen und nette Worte wie „bald sind wir ja wieder da“ wurden ausgetauscht und vorbei war der dritte und damit auch letzte Besuch für uns auf unserer fast einjährigen Australienreise.


 

Die Route:

Sydney, Fraser Island, Whitsunday Islands, Port Douglas, Cairns (Kuranda)


 


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