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Alles über's Reisen

Planungen einer Interrail-Reise

  • Simon
  • 22. Juni 2017
  • 4 Min. Lesezeit

Jaja, wir, oder speziell ich, planen wohl besonders viel im Vorhinein. Nicht jedoch, dass uns dadurch sämtliche Spontanität verloren geht, einfach nur, damit wir auf die meisten Eventualitäten vorbereitet sind, und am Ende nicht eine böse Überraschung auf die letzte folgt.

Also hier einmal Schritt für Schritt, was man in seine Interrail-Planung aufnehmen könnte/sollte:


Welche Länder interessieren mich generell?

Ausschnitt der Interrail-Karte

Wohin zieht es mich in Europa? Möchte ich ans Mittelmeer und von Strand zu Strand pilgern, eine Naturreise im Norden, oder durch die Städte Osteuropas ziehen? Einen ungefähre Richtung sollte/muss man seiner Reise geben, der Global-Pass gilt zwar theoretisch in 30 EU-Ländern, wenn man aber nicht mehrere Monate an Zeit mitnimmt, sollte man sich also grob für eine Ecke entscheiden.Dafür hilft natürlich eine Karte (Download hier) für einen groben Überblick des europäischen Bahnnetztes.

Denn: nicht jedes Land hat gleich gut ausgebaute Strecken, Länder wie Großbrittanien oder Italien haben bei weitem vielfältigere Möglichkeiten, als das dünne Netz in Kroatien.

Also macht eine Reise mit dem Zug überhaupt Sinn? Für Städtereisen fahren die meisten Züge ins Zentrum jener Orte, bei einem entspannten Strandurlaub dürfte sich die Distanz vom letzten Bahnhof zum Zielort manchmal als relativ umständlich erweisen.


Überlegt euch eine Route!

Der Spießer in mir kommt wieder durch, aber ernsthaft: Europa ist groß, und die Distanzen nicht überall gleich schnell überwunden. Wenn ihr wisst, in welche Ecke des Kontinents es euch zieht, benutzt die Karte und spielt ein paar Verbindungen (mit dem Interrail-Fahrplan) einfach mal durch, damit ihr ein Gefühl für die Dauer der Reise bekommt.

Dadurch bekommt ihr zwei wichtige Informationen, die wichtig sind, im Vorhinein zu wissen:

1. Wie lange brauche ich ungefähr? Wenn man sich eine ungefähre Route überlegt, seien es auch nur die vier wichtigsten Städte aneinandergereiht, weiß man, wie lange das Ganze dauert. Daraus ergibt sich welchen Interrail-Pass ich benötige. Reichen 5 Reisetage, oder benötige ich mindestens 15? Beide Fällte wären ärgerlich: ich habe zu wenige Reisetage und muss mir Extra-Tickets kaufen, oder ich habe zu viel zu viele und hätte für das Ticket weniger bezahlen müssen.

2. Lohnt es sich, einige Reservierungen vorzunehmen? Natürlich möchte man sich keinerlei Flexibilität nehmen, manchmal können kleinere Einbußen dieser aber dafür sorgen, dass ihr wesentlich angenehmer von A nach B kommt. Manche Verbindungen haben eine extra Schnellzug-Strecke, manche Distanzen sind für die Regionalbahn einfach zu weit, oder der Nachtzug ist die beste Möglichkeit, effizient an den Zielort zu kommen: Für alle braucht man zwangsläufig eine Reservierung. Zwischendurch schadet eine Reservierung nie, wenn man weiß, dass man sie hat, kann man ja auf sie "zufahren"!

Besonders in der Hochzeit von Mai bis September, sollte man es sich überlegen, da dort besonders viele Menschen mit dem Zug unterwegs sind, und die beliebten Routen so schnell ausgebucht sein können.


Wie weit komme ich an einem Tag?

Reise nach Rom ohne Reservierung

Man kann in weniger als 20 Stunden von Köln nach Rom mit einem Umstieg fahren, oder man steigt insgesamt 6 Mal um und braucht über 25 Stunden: Neben der unterschiedlichen Reisedauer von reservierten und nicht-reservierten Zügen, fahren die Züge in verschiedenen Teilen Europas unterschiedlich schnell. Dementsprechend braucht man für die gleiche Entfernung nicht immer zwangsläufig ähnlich lange, von daher lohnt es sich, sich vorher darüber zu informieren, wie lange Verbindungen von A nach B im durchschnittlich in etwa brauchen, um ein Gespür zu bekommen, und zu wissen, wie weit man an einem Tag maximal kommt.


Die beste Verbindung herausfinden

Wenn man auf der Interrail-Website nach einer bestimmten Verbindung sucht, werden einem meist dutzende verschiedene Möglichkeiten angeboten. Auch wenn vielleicht oft schon klar, hier, worauf man achten sollte:

1. Die Dauer Natürlich möchte möglichst schnell ans Ziel kommen, selbstverständlich ist die 5-Stunden-Reise eine, 12-Stunden-Trip vorzuziehen. Manchmal lohnt es sich aber, bei nur geringen zeitlichen Unterschieden zu schauen auf

2. Die Umstiege, da es durchaus oft vorkommt, dass eine Fahrt 10 Minuten auf Kosten eines weiteren Umstieges kürzer wird - einen Tausch, den man nicht immer eingehen will, da bleibt man doch lieber sitzen, und braucht eine viertel Stunde länger, oder? Andersherum kann es auch sein, dass sich einmal mehr umsteigen lohnt, da man so auf einer direkteren Route zum Ziel kommt, und damit viel Zeit spart. Man sollte also zwischen unnötig kleinen Zeitersparnissen und nützlichen Abkürzungen bezüglich zusätzlicher Umstiege differenzieren.

3. Die Reisezeit Meistens ist es am besten, morgens loszufahren, um möglichst früh am Zielort anzukommen. Manchmal kann man aber auch eine Stunde länger schlafen, da man bei der früheren Verbindung sowieso 1 1/2 Stunden im Bahnhof auf den nächsten Zug wartet - den man also auch mit einem Zug später noch kriegen kann. Also immer auf das große "+" klicken, und schauen, ob man in irgendeinem Bahnhof besonders lange warten muss und, ob es, wenn ja, eine spätere Alternative gibt.

Manchmal werden auch Ergebnisse angezeigt, an der man über Nacht an einem Bahnhof eingeplant ist; auch etwas, was man eher vermeiden sollte, oder man sucht sich eine Unterkunft.


Wo kann ich übernachten?

Man muss ja nicht gleich jede Unterkunft im Vorhinein buchen (hehe), sich ein paar Informationen über billige/nette Übernachtungs-möglichkeiten zu holen kann aber nicht schaden. Nicht jeder möchte jeden Tag direkt nach der Ankunft mehrere Stunden "verschwenden", um nach einer bezahlbaren Bleibe für die Nacht Ausschau zu halten.

Unter Umständen findet man nichts passendes oder die preiswerten Möglichkeiten sind ausgebucht: Mühe ist es in jedem Fall. Warum sich nicht während der Planung ein paar Hostels aufschreiben, die man dann abklappern oder anrufen kann, eventuell sogar schon einen Tag im Voraus? Damit nimmt man sich die Sorgen, jeden Tag etwas zu finden, und gleichzeitig ist man nicht genötigt, besonders früh am Ziel anzukommen, um noch die besten freien Zimmer zu ergattern.

Klar, manche mögen bestimmt diesen Nervenkitzel, bzw. die "grenzenlose" Freiheit, allerdings kann die Herumsucherei nach mehreren Wochen echt ein Klotz am Bein sein - Oft geht hier Entspanntheit durch Flexibilität verloren.

 

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